Stop scanning me!

Privatsphäre bestärkt, Überwachung schwächt.

Wir alle brauchen Freiheit und Privatsphäre, um unsere Identität entdecken, unsere Zukunft aufzubauen und Gemeinschaften zu bilden, in denen wir uns wohlfühlen können. Wir alle brauchen sichere Räume, gerade in unsicheren Situationen.

2022 haben EU Gesetzgeber neue Regeln vorgeschlagen mit dem erstrebenswerten Ziel, Kinder besser zu schützen. Dieser Gesetzesvorschlag erlaubt es den Behörden jedoch, legitime private Unterhaltungen flächendeckend unter Beobachtung zu stellen.

Somit schadet er allen, inklusive derer, die er eigentlich beschützen soll. Niemand kann beschützt werden, indem das Internet weniger sicher gemacht wird.

Die EU muss es Menschen ermöglichen, sich entwickeln, vernetzen, und organisieren zu können - das gilt heute und für zukünftige Generationen. Wenn wir zusammenarbeiten, können wir Kinder besser schützen, ohne an Onlinesicherheit einzubüßen.

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Warum betrifft mich das?

Deine privaten Chats werden gescannt. Du kannst nichts auch nur annähernd Persönliches teilen ohne das Risiko, dass deine Nachrichten, Fotos und Videos in den Händen staatlicher Institutionen landen.

Es ist bereits bekannt/ erwiesen, dass diese Technologie nicht richtig funktioniert. Als Konsequenz könntest du beschuldigt werden, eine Sexualstraftat (an einem Kind) begangen zu haben, ohne irgendetwas falsch gemacht zu haben.

Wir können uns hier keine Fehler leisten. Wir sind uns alle einig: sexueller Missbrauch von Kindern ist schrecklich. Als Gesellschaft sollten wir unsere Energie also nicht mit Maßnahmen verschwenden, von denen wir wissen, dass sie unwirksam und schädlich sind.

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Was sagen andere dazu?

Foto von Emma Prest

Wir versuchen die gleichen Regierungen zu untersuchen, die Zugang zu diesen Scanning Technologien hätten. Bereits jetzt werden Journalist.innen gezielt angegriffen. Dieser Gesetzesvorschlag würde jenen in Machtpositionen noch mehr Spielraum geben, ihre Stellung auszunutzen.

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Foto von Charalampos Kyritsis

Das Scannen von Handys and Laptops ist leicht erweiterbares Einfallstor zum Zugang zu unseren privaten Unterhaltungen. Heute ist es Missbrauchsschutz von Kindern, morgen wird es eine andere Ausrede sein. Wer wird noch nein zu weiteren Nutzungsarten sagen, wenn die Technologie einmal da ist? All dies führt zum Ende freier Informationen und einem Abschreckungseffekt für die freie Meinungsäußerung.

Charalampos Kyritsis

Junger Aktivist, Griechenland

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Foto eines*r Aktivist*in

De facto würde es Behörden den Zugang zu verschlüsselten Inhalten erlauben. Das bedeutet eine Schwächung des Onlineschutzes von Menschen, die mit sensiblen Informationen arbeiten (Journalist.innen, Rechtsanwält.innen, Menschenrechtsaktivist.innen, etc.). Und was heißt das für Apps und Programme wie Signal oder Tor, die keine Metadaten ihrer Nutzer.innen speichern?

Ligue des Droits Humains

NGO, Belgien

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Pixel art avatar of Aura

Durch diesen Vorschlag wird jungen Menschen und Aktivist.innen die Möglichkeit eines sicheren und verschlüsselten Raums, um Erfahrungen auszutauschen und um persönliche und politische Themen zu besprechen, verwehrt. Wir wollen keine Angst haben müssen, dass Unterhaltungen, die privat sein sollten, gegen uns verwandt werden.

Aura

Junge Aktivistin, Deutschland

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Foto von Geoff Hunter

Ein Screening unserer Unterhaltungen durch Dritte würde unsere Stories und die Sicherheit unserer Quellen beschädigen. […] Menschen könnten ermordet werden/ in Lebensgefahr kommen.

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Wenn wir zusammenarbeiten, können wir Kinder besser schützen, ohne an Privatsphäreschutz und Onlinesicherheit einzubüßen.

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Nachrichten & Medien

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